Tja, was soll ich da noch schreiben?

Ich hätte schwören können, dass ich in diesem Jahr schon einen Beitrag geschrieben habe…
Es ist so viel passiert:
mein Kollege ist an dem Tag nach der Behördeninspektion ins Krankenhaus gekommen und war 3,5 Monate krank. Meine Mutter wurde von der Diagnose Brustkrebs erschüttert. Mittlerweile ist sie operiert worden, es wurden zum Glück keine weiteren Metastasen gefunden und sie wartet jetzt auf eine Entscheidung hinsichtlich der Weiterbehandlung.
Nach dem ersten Schock ist sie jetzt ganz zuversichtlich.
Aber es gab auch erfreuliche Nachrichten: Kind Nr. 1 – in der Reihenfolge der Geburt – hat seine Ausbildung in der Versicherungsbranche erfolgreich abgeschlossen. Er war deutschlandweit sogar der beste Azubi bei dieser Versicherung – ja, da ist die Mutti stolz! Das Kind ist kein Streber, sondern eher jemand der im richtigen Moment zu Höchstform aufläuft. Hinten kacken die Enten, sagt mein Bruder immer….

Gestrickt habe ich auch und sogar einiges fertiggestellt. Fotos davon gibt es in den nächsten Tagen. Ich muss den Fotografen mal überreden.
Meine aktuellen Strickprojekte spiegeln meine innere Unruhe und Unentschlossenheit wider:
wip_2015_1
Da wären:
Chickadee_blau
Ein zweiter Chickadee cowl in hellblau. Der wird mein Urlaubsgestricks, denn Ende Juni geht es nach Südtirol zum Wandern. Der erste Urlaub nach mehr als 1/2 Jahr. Ich gehe auf dem Zahnfleisch, zumal der Kollege ja auch irgendwie ersetzt werden musste.

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Mistake Rib Scarf aus Cascade 220 (selbstverständlich in der Wollbox gekauft)

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Diamond funnel neck Pullover aus Hjerte Garn Extrafine Merino (Wollbox)

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Eudora aus Arwetta Classic, gekauft bei Schönwerk in Steinhude
Das Tuch hat mich eine sehr lange Autofahrt ins Schwäbische zu einer Kommunion begleitet. Da der Gatte unbedingt ein Erbstück aus dem Süden mitnehmen wollte, sind wir mit einem Anhänger über die Autobahn geschlichen. Sehr entspannt, 2 x 8 Stunden.

Und diese kleinen Schlingel durften bei meinem letzten Besuch in der Wollbox auch mitkommen, aber sie haben mir noch nicht erzählt, was sie mal werden wollen. Ich warte und höre ihnen zu, wenn sie soweit sind:
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… und schwupp ist das Jahr schon wieder um

Im November und Dezember hat uns die Inspektion durch eine amerikanische Behörde in Atem gehalten. Bis Mitte Dezember lief die Vorbereitung auf Hochtouren und ab 15. Dezember wurde es ernst. Showdown war dann kurz vor Heiligabend und es ist noch nicht vorbei. 2015 wird ein spannendes Jahr.
Montauk ist fertig und wird demnächst auch fotografiert. Zum Glück ist die Jacke beim Waschen geschmeidiger und auch etwas weiter geworden. Nun passt sie perfekt.
Das nächste Schmuckstück ist auch schon auf den Nadeln: Crosby soll es werden. Aus gut abgelagerter Rowan Yorkshire Tweed DK. Nach 6 Reihen habe ich dann aber aufgegeben. Das Maschenbild war mir zu uneben, die Struktur des Musters kam nicht richtig heraus. Welch ein Glück ;o)), dass ich kurz zuvor ein paar Knäuelchen *flööt* Online Sockenwolle 8fach erstanden hatte. Sie passt ideal und mittlerweile bin ich beim Rückenteil kurz vor den Armausschnitten.
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Da ich zwischen den Jahren gearbeitet habe, konnte ich nur abends stricken, aber es geht langsam voran.
Im letzten Jahr hatte ich mir vorgenommen, mich von Dingen und zur Not auch Personen zu trennen, die mir nicht gut tun. Damit bin ich gut vorangekommen, aber es wird auch für 2015 noch ein Thema sein. Ich habe streckenweise zügig entrümpelt und auch einige Wolle bei ibäh verkauft. Am 2. Weihnachtstag haben der Gatte und ich mehrere Stunden den Dachboden entrümpelt und einen ganzen Anhänger gefüllt. Wir sind noch nicht fertig…..Dann kommt der Keller dran und nebenbei noch die ehemaligen Pubertistenzimmer, das Schlafzimmer wollen wir renovieren und umstellen…
2015 wird auch zuhause nicht langweilig ;o)))
Ein weiterer Vorsatz für 2015 ist, auf der Arbeit anders zu kommunizieren. Wie dieses „anders“ aussehen wird, weiß ich noch nicht. Es ärgert mich maßlos, dass Kollegen sich nicht an festgelegte Regeln halten und ich dann diese Schlampereien gerade biegen muss. Dazu gehören unvollständige und schludrige Protokolle meines Chefs und Dokumente meines Kollegen. Vor dieser Inspektion stand plötzlich kommentarlos ein Ordner meines Kollegen auf meinem Schreibtisch. Dazu bekam ich dann von meinem Chef, der im Büro nebenan sitzt, per E-Mail die Aufforderung, diese Dokumente mal zu strukturieren. Das hat mir die Sprache verschlagen. Zukünftig will ich in derartigen Situationen nicht mehr sarkastisch reagieren, sondern ganz klar Grenzen festlegen.
Auch das wird spannend.

Für 2015 wünsche ich allen Lesern Gesundeit, Kraft, Gelassenheit und viel Erfolg.

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Eine kurze Auszeit

Eine kurze Auszeit habe ich mir im Oktober genommen: ich bin ein paar Tage auf Wangerooge gewesen. In derselben kleinen schnuckeligen Wohnung wie im letzten Jahr.
Einfach nur am Strand spazieren gehen, lecker essen, viel schlafen, stricken und lesen.
Das Wetter war dieses Mal nicht so schön. Erst am letzten Tag gab es Sonne, Wind und Wellen – zumindest einen Vormittag lang. Am Tag nach meiner Abreise wurde eine Sturmflut erwartet.
Zeitweise hat es bei starkem Wind wie aus Eimern geschüttet. In der kleinen Wohnung mit den großen Dachfenstern war das richtig unheimlich.
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Mitgenommen hatte ich den Horai-Scarf aus Schulana Kid Seta, gekauft in der Wollbox. Wie so oft habe ich ignoriert, dass mir der Schal bzw. das Tuch eigentlich zu breit ist und habe erst einmal fröhlich 2 Knäuel (doppelter Faden) verstrickt. Zuhause habe ich den ganzen Spaß dann wieder geribbelt (Mohair!) und mit halber Maschenzahl neu begonnen
Außerdem auf den Nadeln ist nach wie vor Montauk. Auch hier habe ich ignoriert, dass mir der Ärmel eigentlich zu eng ist. Nun, ja mittlerweile ist doch einer fertig und der 2. begonnen.
Strickzeit habe ich im Moment nur wenig, da ich fast täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre. Dort tobt im Moment der Wahnsinn und das wird bis Ende Januar auch noch so bleiben. Zuhause bin ich dann meistens selbst zum Stricken zu müde.
Der Gatte weilt derzeit im Schwäbischen und löst mit seinen Brüdern den Haushalt der Eltern auf. Keine schöne Aufgabe, zumal die drei sich nur mühsam einig wurden. Versteht Ihr Euch noch, oder habe Ihr schon geerbt….
So long

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Mir war mal wieder nach rosa…..

Bei meinem letzten Besuch in der Wollbox war mir mal wieder nach rosa und ein luxuriöses Strängelchen Madelintosh Tosh Merino Light, der verführerisch an Ständer hing, durfte mitkommen.
Gedacht war die Wolle für einen Chickadee Cowl als Mitnahmegstricks auf unserer Radtour. Gestartet bin ich mit ca. 3 cm, zurückgekommen mit ca. 7 cm.
Mittlerweile habe ich ihn im restlichen Urlaub beendet

Im Moment trocknet er liegend nach einer Handwäsche im Schatten.
Die Fahrradtour war sehr, sehr anstrengend. Wir sind mit dem Zug bis in die Nähe von Ulm gefahren, da der Gatte dort einen Notartermin wegen des Nachlasses seiner Mutter hatte. Nach 2 Tagen Verwandschaftsbesuchen sind wir von der Donau über die schwäbische Alb bis nach Nürtingen gefahren. Dann den Neckar entlang bis nach Eppingen (liegt zwischen Heilbronn und Heidelberg). Das waren eben mal 130 km und das Beste kam zum Schluss: 2 Weinberge wollten bezwungen werden….
Von dort ging es im strömenden Regen bis nach Worms. In Heidelberg habe ich mir neue Schuhe gekauft, da meine nur noch quittschten.
Von Worms sind mir nach Nierstein und dann immer den Rhein entlang bis nach Bingen gefahren. Dort hatten wir ein riesiges Problem, ein Hotel zu finden. Samstag Abend 17 Uhr und Weinfeste rundherum. Wir hatten mehr Glück als Verstand.
Von Bingen sind wir den Rhein entlang bis nach Koblenz gefahren und dann die Lahn entlang bis nach Dietz. Dort haben wir in einer wunderschönen Jugendherberge übernachtet. Die weiteren Stationen waren dann Wetzlar, Waldeck am Edersee, Trendelburg und von Hameln haben wir dann die S-Bahn nach Hause genommen. Ich war fix und alle nach 880 km an 9 Tagen mit x Höhenmetern.
Aber schön war es trotzdem. Ich bin froh, dass ich mir kurz vorher noch ein schnuckeliges superleichtes Trekkingrad mit 30 Gängen gekauft habe. Mit den bisherigen 8 Gängen wäre ich verzweifelt.
Zuhause erwartete uns dann ein echtes Problem: unsere Lucy bricht immer wieder aus unserem Grundstück aus. Der Zaun ist teilweise mit Strom und mit Plexi-Glas gesichert, aber sie hat eine Thuja-Hecke gefunden, durch die sie sich durchwuselt. Mein Vater musste sie während unserer Abwesenheit bei diversen Nachbarn wieder einsammeln bis sie schließlich Hausarrest bekam. Uns ist sie dann auch mehrfach entwischt. Seitdem ich wieder arbeite und der Gatte daheim ist (für immer) war Ruhe. Heute ist er mit meinem Vater weggefahren und was macht diese Katze? Genau. Auf der Straße 3 Häuser weiter habe ich sie gefunden. Keine Ahnung wie sie dieses Mal entwischt ist.

Ansonsten stricke ich Montauk aus Cascade 220. Natürlich auch in der Wollbox gekauft. Die Farbe ist ein Jeans-Blau und nicht so intensiv wie auf dem Foto.

Das Rückenteil ist fertig, die Vorderteile stricke ich gleichzeitig. Schönes Muster, schöner Schnitt wie immer bei Modellen von Brooklyntweed.

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Au weia, schon wieder 2 Monate vorbei

Erschreckt habe ich mich, als ich gesehen habe, dass der letzte Blogbeitrag vom 15.06.2014 ist. Meine Güte, die Zeit rast nur so dahin. Der Sommer ist wohl vorbei und wenn ich morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, ist es schon empfindlich kühl.
Ein neues Fahrrad ist hier eingezogen. Ja, das alte war erst 2 Jahre alt, aber ich habe mir ein sportlicheres Modell gegönnt. Mit 30 Gängen und hydraulischen Felgenbremsen…. eine Rakete. Das alte Fahrrad werde ich im Winter nutzen. Dann ist mir die Kettenschaltung zu empfindlich und außerdem habe ich für das alte Fahrrad Winterreifen (im November bestellt, im Februar geliefert).
Der Gatte ist seit gestern Privatier. Tschuldigung. Er legt Wert darauf, dass er jetzt 6 Wochen Urlaub hat und dann in die passive Phase der Altersteilzeit übergeht. ER IST KEIN RENTNER!!!!
Gestrickt habe ich auch:
Den Möbius Cowl aus dem Noro Knitting Magazine Herbst 2012
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Gesehen bei Birgitchen schon vor einiger Zeit und spontan verliebt. Wegen des Wollkaufverbots musste die Umsetzung ein wenig warten und der erste Wollkauf war auch gleich eine Niete. Jedenfalls gefiel mir der Möbius so überhaupt nicht.
Diese ist jetzt aus Cascade Souk, gekauft in der Wollbox.
Mein Morro Tank habe ich gerade aus der Waschmaschine geholt. Sehr cleveres Timing. Es herbstelt und das Top ist fertig….
Aber die nächsten beiden Projekte sind schon begonnen:
Montauk aus Cascade 220 und Quadri aus Lino. Beide habe ich in der Wollbox erstanden.
Die Lino hat mich an den Rand des Wahnsinns gebracht. Freitag in der Wollbox gekauft, musste ich sie natürlich sofort wickeln. Das eine Ende erwies sich als schwierig, immer war ein Faden im Weg. Das andere Ende ging wunderbar – bis kurz vor Ende. Das kleine Kügelchen auf dem Foto wiegt ca. 8 g und hat mich ca. 5 Stunden getüddel gekostet.

quadri_1
quadri_2

Die Maschenproben von Montauk liegen hier zum Trocknen bereit und bei Quadri hadere ich mit den Quadraten. Das ist nicht so ganz einfach…..

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…. und schwupps ist er schon wieder um der Urlaub

Erst musste ich mich daran gewöhnen, nicht um 5:35 Uhr aufzustehen. Jetzt schlafe ich regelmäßig mit einigen Unterbrechungen bis um 08:00 Uhr und werde morgen früh vermutlich mächtig kämpfen müssen, wenn der Wecker wieder zur gewohnten Zeit bimmelt. Auch die Katzen haben sich inzwischen umgewöhnt und nerven nicht ab halb sechs.
Mein Ausflug in die Wollbox vorletzte Woche war nicht ohne Folgen: ich habe Wolle gekauft.
Auf dem Tisch in der Wollbox stand eine große Vase mit Wolle. So eine ähnliche Vase habe ich gestern gekauft, damit ich die letzten Einkäufe nicht aus den Augen verliere. Wolle wird erst wieder gekauft, wenn das Wollarium leer ist.
Leider musste ich feststellen, dass es schon einen Blog mit dem Namen gibt. Trotzdem wird dies mein Wollarium bleiben
wollarium_1
Darin sind die Schätze aus der Wollbox. 200 g Cascade Souk für einen 2. Versuch des Möbius, 75 g Schulana Kid Seta für den Horai Scarf und 400 g Cheval Blanc Ambre für den oder das Morro Tank. Aber vielleicht sollte ich erst einmal die beiden Pullover, die ich in Arbeit habe, beenden. Bei beiden hakt es im Moment beim Zusammennähen bzw. Einnähen der Ärmel.

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Kraft tanken

Urlaub ist angesagt und ich muss dringend Kraft tanken. Seit Himmelfahrt habe ich frei und heute war der erste Tag, an dem die Gedanken nicht immer wieder um die Arbeit kreisten…..
Neben ungeliebten Arbeiten wie „Heizkörper schrubben“ habe ich heute mit dem Fahrrad einen Ausflug nach Steinhude gemacht. Bei Schönwerk bin ich fündig geworden: nach 1 Jahr, 5 Monaten und 2 Tagen habe ich heute zum ersten Mal wieder Wolle gekauft. Ganz bewusst, kein Rückfall, nein.
Morgens war ich beim Ausverkauf des örtlichen Wollgeschäftes und war erschrocken und gleichzeitig erleichtert. Keine Versuchung lauerte dort, nur schreckliche Wolle ;o))
Ich war auf der Suche nach einer Alternative zu Noro Shiraito für einen Möbius Schal:
guckstuhier bei Ravelry
Gekauft habe ich 2 Stränge Mollendo von Monika Design Yarn. Offenbar kennt niemand diese Wolle (incl. Ravelry) und niemand hat sie je verstrickt…….
mollendo
Leider habe ich mich von den schönen Farben hinreißen lassen, denn der Farbverlauf ist viel zu kurz für diesen Schal. Mal sehen, wie das wirkt.
Kraft tanken muss ich auch für ein Projekt. Die zweite Hälfte des Jahres wird spannend. Ich hatte ja meine Vorgesetzten mühsam von meiner Projektidee überzeugt, auch bei den beiden Hauptbetroffenen hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Bei zwei anderen Beteiligten aus einer anderen Firma am Standort brach Begeisterung aus. Die war so groß, dass aus meinem kleinen Projekt jetzt ein riesiges geworden ist, das wir in 4 Teilprojekte aufteilen mussten. Das Einverständnis von beiden Geschäftsführern liegt vor und in zwei Wochen wird es Ernst mit meinem „firmenübergreifenden Lean-Projekt zur Verbesserung der internen Supply Chain“. Den ersten Kampf gegen einige Beton-Köpfe habe ich beim offiziellen Kick-off bereits gefochten. Verbessern müssen wir vieles – da sind sich alle einig, aber immer in den Bereichen der anderen….
Ich werde berichten. Bis dahin lasse ich mir die Sonne auf den Pelz brennen, entrümpele weiter, verkaufe Wolle bei ibäh, stricke und lese ein wenig.
So long

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